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Welches Foto-BearbeitungsProgramm?
Foto Bearbeitungs Programm
HTML Farbe -
Mo, 29.09.2008, 18:16:52
Was ist schon ein Digitalfoto? Schnell mal eben geknipst und zu den anderen Zehntausend auf die Festplatte in die Verbannung gesellt. Was für ein Schicksal. Nicht selten passiert es beim Webseitenbau oder Einladungskartenbasteln: Zuerst bahnt es sich sachte als Idee an, aus der sich dann mit zielstrebiger Sicherheit der satte Gedanke formiert: "Hab' ich da nicht noch dieses Foto? Genau das eine mit dem...." Ist das gute Stück kreativer Fotokunst bei der Hand, stellt sich die Frage nach dem WIE. Habe ein Bild und werkel es zu etwas Nützlichem.
Natürlich lässt sich mit einfachen Mitteln rudimentäres hin- und wegpixeln. Zum Beispiel kitzelt den Rote-Augeneffekt das mitgelieferte
Foto-BearbeitungsProgramm
jeder noch so billigen Kamera aus der Bildfläche. Auch mit dem Zuschneiden auf das Wesentliche ist solche Software meistens (noch) nicht überfordert. Spannend wird es bei den Themen Bildebenen, Transparenz oder Grafikeffekten. Probleme für Papa eben. Ein 'richtiger' Grafikeditor muss her. Da gibt es zum Beispiel
PaintShop Pro Photo X2
* für den Einsteiger und natürlich Photoshop (als
PhotoShop CS3 (Student Edition)
* oder
PhotoShop CS3
*) - das Artilleriegeschütz im Waffenarsenal jeden Grafikdesigners.
Gucken wir uns Adobe’s Photoshop ein wenig näher an. Wie funktioniert der Editor?
Die Magie zieht das Werkzeug aus der kombinierten Anwendung von Ebenen und Transparenz. Eine Ebene für Fotoausschnitt 1, fließender, runder Übergang zur Transparenz; darunter eine Ebene mit dem Hintergrundbild, auf einfarbig getrimmt und darüber eine Ebene mit Text mit ein wenig Struktur oder Schatten. Genial. Ebene, Ebene, Transparenz. Fertig ist das Bild. Ok, damit das Ganze geschmackvoll wird, ist schon ein wenig Übung erforderlich. Aber die Stärke des Prinzips lässt sich nicht wegdiskutieren.
Soviel zum Fundament. Den Turbo der Kreativität eines anständigen Grafikeditors stellen dessen Effekte dar. Meistens haben Effekte einen sehr technischen Hintergrund, so dass richtig natürlich erscheinende Bildveränderungen erst aus der Kombination mehrerer Effekte entstehen. Der Profi unterscheidet sich vom Amateur im gezielten und damit intelligenten Einsatz von Effekten. Sicherlich ist nichts dagegen einzuwenden, zu Übungszwecken sein Farbenwunder mit Verzerrungen, Weichzeichnern und Co zu überladen. Aber die Geburtstagskarte zu Vatis Fünfzigstem hat doch wirklich etwas Besseres verdient, oder? Im Prinzip gibt es drei Strategien für den Umgang mit Effekten:
Konsequent der Regel folgen 'Weniger ist Mehr', und zwar hinsichtlich der Anzahl der Effekte UND deren Parametrisierung. Zum Beispiel kann ein 1-pixliger Schatten natürlicher wirken als ein verdunkelter Großbildbereich hinter einer Überschrift.
Tutorials aus dem Internet folgend das Erzeugen von Situationen mit Effekten üben – zum Beispiel gibt es dutzende solcher Anleitungen zur Feuerdarstellung.
Üben, üben, üben. ….für alle, die viiiiel Zeit haben…
Sinnigerweise werden manchmal auch Filter als Effekte geführt, macht die Grafiksoftware doch auch beim Filtern nicht anderes als Bildpunkte in einer oder mehreren Ebenen zu ändern. Wie auch immer, Filter wirken sich eher auf die Farbgebung aus und manipulieren beispielsweise Helligkeit, Sättigung oder Transparenz. An dieser Stelle bleibt nur zu erwähnen, das Filter die Arbeit mit Ebenen und Effekten hervorragend ergänzen. Zum Beispiel wäre das Erzeugen von Feuer nur halb so lustig ohne den Filter, der an den Farbkurven dreht.
Die meisten Menschen denken bei Grafikeditoren an Paintbrush. Stift- und Spraydosenicons an den Seiten, um bunte Farbtupfer mit zittriger Hand auf das Bild zu pflastern. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass dieses ganze Farbspielgeraffel bisher überhaupt keine Rolle gespielt hat. Und hier ist der Grund: Farbflächen sind nicht natürlich. Meistens haben nicht einmal Farbverläufe etwas mit Natürlichkeit zu tun. In der Natur kommt praktisch jede noch so gleichförmige Fläche als Explosion aus Licht, Schatten und Farbvariation daher. Was soll also der überbewertete Quatsch mit Pinsel und Punktgröße in professionellen Grafikeditoren? Im Grunde gibt es drei sinnvolle Einsatzgebiete für diese Werkzeuge:
Als Eingabefutter für Effekte. Ja, es gibt Effekte, die langweilige Farbflächen zu schicken Designs werden lassen.
Zum Setzen von Akzenten, als künstlerisches Stilmittel sozusagen.
Zum definieren von Masken.
Masken schränken den Zeichenbereich ein. Sie fokussieren das Gebiet, in dem Änderungen aktiv werden sollen. Die Erfinder der Maskierung hatten wohl Mitleid mit all den stressgeplagten Schülern, die im Zeichenunterricht damals noch auf Papier zum hundertsten Mal versehentlich wichtige Details wie Augen und Nasen mit dem Großflächenpinsel kurz vorm Abgabetermin übermalten. Beim
Foto-Bearbeitungsprogramm
maskiert der emsige Malermeister einfach seinen zu bearbeitenden Bereich und schließt damit alles aus, was nicht geändert werden soll. Toll, nicht? Erstelle eine runde Maske, fülle diese mit gelb und schon blinzelt Dich die plakative Sonne an. Na ja, oder so ähnlich.
Der Alltag der Fotobearbeitung erfordert unter Umständen nichtregelmäßige Masken, also Formen, die über Rechteck und Kreis hinausgehen. Für so eine superindividuelle Maske erstelle man eine neue Ebene und zeichne anschließend mit Stift, Pinsel und Spraydose die gewünschte Form einfarbig nach. Mit dem Zauberstab kurz darauf geklickt – solange die Ebene mit der selbstgemalten Maske aktiv ist – und voila.
Natürlich war das nur ein kleiner Einblick in die Funktionalität von besseren Fotobearbeitungsprogrammen. Einen tieferen Einblick in die Funktionalität von Photoshop bietet das sehr anschaulich erklärte Buch
Photoshop CS3: Die Workshops für Einsteiger und Aufsteiger
*. Bei Amazon können sie auch Photoshop und
PaintShop Pro Photo X2
* direkt bestellen. Photoshop gibt es in denen Versionen
PhotoShop CS3 (Student Edition)
* und
PhotoShop CS3
*.
Hier nochmal die wichtigsten Einsteigerfunktionen professioneller Grafikeditoren im Überblick:
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